Hermann Heckenfreund*

Mit grünem Daumen und eiserner Hand

Hermann Heckenfreund

Guten Tag,

Hermann Heckenfreund mein Name. Ich bin 61 Jahre alt und seitdem ich als Frührentner aus dem aktiven Dienst bei der Bahn ausgeschieden bin, habe ich endlich genügend Zeit, mich um meine wahre Berufung zu kümmern: meine Gärten.

Ja, richtig gelesen: GÄRTEN. Zuhause habe ich in liebevoller Detailarbeit und mit Unterstützung meiner Gattin Heidrun einen Ziergarten angelegt, den ich mit Fug und Recht als Augenweide bezeichnen möchte. Jedes Jahr präsentieren wir ihn im Rahmen der „Offenen Gärten“ und begeistern damit Gartenfreunde aus ganz Deutschland. Ich glaube, viele reisen extra für unseren Garten aus anderen Bundesländern an. Was ich gut verstehen kann.

Mein zweiter, dieses Wortspiel sei mir an dieser Stelle gestattet, Aug-„Apfel“ ist der Nutzgarten, den wir seit Jahrzehnten in der Schrebergartenkolonie „Kleines Glück“ besitzen. Hier habe ich nicht nur alte Obstsorten kultiviert und baue allerlei Gemüsesorten an, sondern ich habe hier auch einige Bienenvölker stehen, die das „Kleine Glück“ zu einer der blühendsten Kolonien weit und breit gemacht haben.

Hermanns Blumen

Darauf bin ich besonders stolz, schließlich bin ich seit 18,5 Jahren im Vorstand des „Kleinen Glücks“ aktiv. Hier ist nicht nur mein grüner Daumen legendär, sondern auch meine eiserne Hand: Schlendrian und Wildwuchs haben bei mir keine Chance – das bekommen vor allem diese ganzen Jungspunde zu spüren, die auch in unserer Kolonie immer mehr werden. Ich sag nur „vegane Großstadt-Hippies“. Die würden wahrscheinlich noch nicht einmal einen Löwenzahn erkennen, wenn es damals nicht eine entsprechende Fernsehsendung gegeben hätte. Ach, ich reg mich schon wieder auf …

Aber es gibt ja auch Nette unter diese „Hobbygärtnern“. Und denen stehe ich natürlich gern mit Rat – und, wenn es sein muss, Tat – zur Seite. Schließlich gärtnere ich schon seit meiner Kindheit und hab daher allerlei praktische Erfahrung, von der sich diese Großstadtkinder ruhig einmal ein paar Scheiben abschneiden können.

 

Hermanns Arbeit

Udo und Katrin, Heidruns und meine Kinder, haben allerdings mit Gartenarbeit auch nicht so viel am Hut. Komisch eigentlich, schließlich habe ich die beiden als Kinder und Jugendliche immer im Garten mitarbeiten lassen. Manchmal sogar das ganze Wochenende und auch in den Ferien. Na ja, außer für die selbstgemachten Marmeladen meiner Frau und das eingekochte Gemüse interessieren sich die beiden nicht die Bohne für die Arbeit auf der eigenen Scholle.

Mir soll’s egal sein. Ich bin sowieso am liebsten alleine draußen. Wie für mich ein perfektes Wochenende aussieht? Ich stehe früh auf, trinke ungestört einen Tee auf meiner Terrasse, belade dann meinen Volvo 240 – der zwar Baujahr 1986 aber noch immer hervorragend in Schuss ist – mit meinen Gartenwerkzeugen von MAIDURA und fahr ganz entspannt ins „Kleine Glück“, ohne dass ich mich über irgendwelche Verkehrsrowdys ärgern muss. Im Schrebergarten jäte, harke, schneide, stutze, säge, hake und veredele ich dann nach Herzenslust … und werde Zuhause von meiner Gattin mit einem schmackhaften Mahl empfangen. Gärtnerherz, was willst du mehr!

* Fiktiver Charakter – Ähnlichkeiten mit lebenden und gärtnernden Personen sind rein zufällig. Oder etwa nicht?!

Hermanns Astschere

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